Selam
Stuttgart.
Hinter jedem Gesicht steckt eine eigene Geschichte. Von der ersten Generation, die diese Stadt mit aufgebaut hat, bis zu den jungen Menschen, die sie heute prägen: Diese Ausstellung erzählt vom Ankommen, Bleiben und Mitgestalten. Lerne die Menschen kennen, die das muslimische Leben in Stuttgart so vielfältig und lebendig machen.
Vernissage der Ausstellung
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Freitag 24. April
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18:00 Uhr
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Großer Sitzungssaal des Rathauses
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Vernissage der Ausstellung ◇ Freitag 24. April ◇ 18:00 Uhr ◇ Großer Sitzungssaal des Rathauses ◇
„Ich habe für mich entschieden, dass ich mich nie in Ohnmacht verliere, sondern versuche, immer aktiv zu bleiben, zu handeln.“
„Wir sollten immer fragen: Welchen positiven Beitrag kann ich als Muslim für die Stadtgesellschaft leisten? Wie kann ich mich einbringen? Und nicht: Was kann der Staat für mich tun?“
„Alle Muslime sollten sich an Wahlen beteiligen, denn sie sind ein Teil dieser Gesellschaft.“
„Wer sich beteiligt, kann mitgestalten. Und wer mitgestaltet, kann irgendwann nicht mehr übersehen werden.”
„Es passiert so viel, aber vieles davon still. Muslim:innen tun Gutes, aber reden selten darüber.“
„Nur wenn wir uns begegnen, entsteht Vertrauen. Und Vertrauen ist die Basis für alles Weitere.“
„Die Älteren haben sehr viel geleistet. Dafür müssen wir uns sehr bei ihnen bedanken. Aber jetzt ist die Zeit gekommen, dass die jungen Leute auch was machen müssen.“
„Diese Gesellschaft soll so aussehen, dass jeder und jede gesehen, geachtet und respektiert wird.”
„Mein Glaube verpflichtet mich, mich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und Teil dieser Gesellschaft zu sein.“
„Meine Meinung ist immer: leben und leben lassen. Jeder soll so leben, wie er möchte:”
„Ich sehe mich als Brückenbauerin zwischen unterschiedlichen Lebensrealitäten. Ich will Verständnis schaffen – durch Beiträge, durch Präsenz, durch Dialog.“
“Wir leben in einer schönen, friedlichen Stadt – und oft wird übersehen, dass dieser Frieden kein Zufall ist. Er entsteht durch das Engagement der Menschen, durch jeden Einzelnen, der seinen Beitrag leistet. Und ich glaube, dass genau das in Stuttgart jeden Tag geschieht.”
„Ich habe mich schon bei meiner Ankunft 1978 hier eingepflanzt und gesagt, das ist jetzt meine Heimat. Ich will hier bleiben, ich will alles von mir geben, um die Gemeinschaft mit diesem Staat und dieser Gesellschaft zu leben.”
„Muslimisches Leben ist längst Teil dieser Stadt. Was manchmal fehlt, ist die Erzählung davon.“
„Manchmal werde ich als Muslim diskriminiert, manchmal als queere Person. Manchmal ist es aber auch ein Zusammenspiel aus beidem.“
„Ich kann Dialogräume öffnen und dazu beitragen, dass Muslim:innen nicht nur als „anders“, sondern als Teil der gemeinsamen Stadtgesellschaft wahrgenommen werden.”
„Wenn man möchte, kann man alles schaffen. Man muss es wollen und zielgerichtet arbeiten.“
„Nur mit struktureller Förderung, echter Augenhöhe und einem Nachteilsausgleich können muslimische Organisationen die Qualität und Nachhaltigkeit ihrer Arbeit sichern.“
„Diese Akzeptanz ist sehr, sehr schwer. Also dass jemand dich so akzeptiert, wie du bist. Wir sind das alles gewohnt. Daher: Einfach nicht aufgeben, immer weitermachen. Und dann werden wir auch irgendwann akzeptiert.“
„Wir müssen nicht komplett gleich sein. Wir müssen nicht alle einer Kategorie angehören. Aber wir sitzen alle im selben Boot und das soll eben respektiert werden.“
„Unsere Aufgabe als Muslime ist, dass wir der Gesellschaft, in der wir leben, zeigen, dass es gute Menschen auch von anderen Religionen oder Nationen gibt.“
„Wir dürfen nicht vergessen: Der Islam und muslimisches Leben gehören zu Deutschland. Wir sind Teil der Gesellschaft.”
„Wir sollten tatsächlich jeden Tag daran arbeiten, dass die Demokratie bleibt bzw. sich sogar verbessert.“
60.000 Geschichten
Heute sind rund 10 % der Stuttgarter Bevölkerung muslimischen Glaubens.
Doch wie begann diese Geschichte in den 60er Jahren? Was prägt das Leben in den 29 Gemeinden unserer Stadt und was sind eigentlich die Grundpfeiler des Islam? Wir laden Sie ein, die Hintergründe unserer Ausstellung zu entdecken.